Garde- und Schautanzsport

Die Wurzeln des Garde- und Schautanzsports liegen im Karneval, wobei insbesondere die Disziplinen Marsch und Polka zu den historisch bedeutsamsten Tanzarten zählen. Mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad trat die karnevalistische Ausprägung in den Hintergrund.

Die vergleichsweise junge Tanzsportart des Garde- und Schautanzbereichs erfreut sich eines regen Zulaufs. Zahlreiche Tänzer/innen aus Karnevals- und Turniervereinen nehmen heute an Wettkämpfen teil, die nach den Richtlinien des DVG (Deutscher Verband für Garde- und Schautanzsport e.V.) ausgerichtet werden. So gehört auch der TSC Schwarz-Gold Frankfurt e.V. diesem Verband an.

Der DVG wurde 1986 unter anderem von Christa Schmidt-Holzhauer gegründet. In ihrer Funktion als Präsidentin des Verbands bewirkte sie die Integration des DVG in den Deutschen Tanzsportverband und somit in den Deutschen Sportbund. Mit diesem Schritt etablierte sich der Garde- und Schautanzbereich zu einer anerkannten Sportart. Der Wandel des karnevalistischen Tanzes zu einem Leistungssport zeigt sich auch äußerlich. Hüte und Perücken gehören längst der Vergangenheit an. Ein umfangreiches Regelwerk und die Unterteilung in verschiedene Alters- und Leistungsklassen mit unterschiedlichen Anforderungen, bilden die Grundlage für eine gerechte Bewertung auf Turnieren. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen wird in Verbindung mit regelmäßigem, ganzjährigem Training und sportlichen Erfolgen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten.

Die Tanzformationen des TSC Schwarz-Gold Frankfurt e.V. treten auf Turnieren in den Disziplinen Marsch, Polka sowie Schautanz Charakter und Modern an. Zudem sind einige Solisten/Solistinnen in allen Altersklassen aktiv.

Nachfolgend geben wir eine kurze Übersicht über die Merkmale der vorgenannten Disziplinen.

Marsch

Geprägt durch einen militärischen Charakter liegt der Schwerpunkt dieser Tanzart auf Choreographien mit zahlreichen Formationen und schnellen Formationswechseln. Wichtig ist hierbei u.a. eine hohe Synchronität in der Ausführung der Elemente. Die Gruppen tanzen zu Marschmusiken im 4/4 Takt.

Polka

Die Besonderheit dieser Disziplin liegt in der Kombination von folkloristischen, modifizierten Tanzschritten und Akrobatikelementen (zum Beispiel Räder, Sprünge und Spagat), die in dynamischen und abwechslungsreichen Choreografien verarbeitet werden. Getanzt wird zu polkaähnlichen Rhythmen im 2/4 Takt.

Schautanz Charakter

In dieser Disziplin sind den Choreografen fast keine Grenzen gesetzt. Frei wählbare Themen werden tänzerisch umgesetzt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob eine bereits bekannte Handlung (zum Beispiel ein Musical, ein Film oder ein Theaterstück) oder eine selbst-kreierte Idee aufgegriffen wird. Untermalt wird dies durch die entsprechende Tanztechnik. Eine bunte und abwechslungsreiche Kategorie, die das Tanzen mit dem Schauspiel verbindet.

Schautanz Modern

Diese lebendige Tanzart ist eine Mischung aus Jazztanz, amerikanisch geprägtem Modern Dance und europäisch klassischem Ballett. Viele und schnelle Formationswechsel, kreative Schrittkombinationen und Choreografien sowie akrobatische Elemente sind charakteristisch für diese Disziplin. Die Formationen tanzen zu moderner, mitreißender Musik.

Solo

Diese Kategorie orientiert sich an der Disziplin Polka. Die Choreografien sind individuell und auf die Alters- und Leistungsklassen der Solisten/Solistinnen abgestimmt.

Ausführliche Informationen zu allen Disziplinen und Bewertungskriterien des DVGs gibt es hier.