Im Jahre 1993 gingen unsere Trainer Manuela Chroscz-Karaiskos und Stephan
Karaiskos zur damaligen Präsidentin des Deutschen Verbandes für Garde- und
Schautanzsport (DVG), Christa Schmidt-Holzhauer, und baten sie um Hilfe. In
deren damaligen Verein konnten sie sich nicht in der Form verwirklichen, wie sie
sich das vorstellten. Nach langen Gesprächen und Diskussionen gab es nur eine
Lösung: die Gründung eines eigenen Vereins. Der TSC Schwarz-Gold Frankfurt war
geboren. Nach einiger Überzeugungsarbeit konnten unsere Trainer nun auch Frau
Schmidt-Holzhauer davon überzeugen, den Vereinsvorsitz zu übernehmen.
Im Juni 1993 war dann alles perfekt. Die Gründungsmitglieder waren Christa
Schmidt-Holzhauer, Brigitte Chroscz, Manuela Chroscz-Karaiskos, Stephan
Karaiskos, Niklas Brezing, Wilfried Weber und Günter Salzmann.
In der Turniersaison 1993/1994 ging es dann mit der Gruppe erstmals auf
Turniere. Zunächst nur in der Hauptklasse in der Disziplin Marsch und Polka,
unseren Trainern in der Disziplin Paar und einer Schüler-Solistin. Bereits vom
ersten Turnier an sorgten die Tigers für Furore: in unserer Lieblingsdisziplin
Polka erreichte die Gruppe bei allen Starts den begehrten ersten Platz auf dem
Siegerpodest, wurden Hessenmeister, Deutscher Meister, Europameister,
Bundesranglistensieger und Vereinsmannschaftsmeister. Besser kann ein Start
nicht gelingen. Die Trainer haben gezeigt, das sie nicht nur gute Trainer sind,
sondern auch als Aktive Tänzer zur Spitze gehören: als Paar ertanzten sie sich
ebenfalls den Hessenmeister, Deutscher Meister, Europameister,
Bundesranglistensieger.
Bedingt durch diesen Erfolg erfreuten wir uns auch eines regen Zulaufs neuer
Tänzerinnen und Tänzer. Bereits im zweiten Jahr existierte eine Schülergruppe,
die Baby-Tigers, und die Little Tigers in der Jugendklasse. Auch die Hauptklasse
vergrößerte sich und zu den bestehenden Disziplinen Marsch und Polka formierte
sich die Gruppe für einen Schautanz. Aus diesen Gruppen heraus sind dann auch
rund ein halbes Dutzend Solistinnen hervorgegangen.
Der Verein wuchs kontinuierlich an und die Vorsitzende konnte auch die Eltern
vieler Aktive für das Vereinsleben begeistern - ein wichtiger Baustein für das
funktionierende Vereinsleben bei uns. Für die Gewinnung neuer Mitglieder und zur
Finanzierung unseres Sports beteiligt sich der TSC aktiv am lokalen Vereinsleben
in den Frankfurter Stadtteilen Preungesheim und Eckenheim. Den Anfang machte ein
Tanzsportturnier für Solisten und Paare, es folgten Straßenfeste, kurz danach
hat sich bereits die Schowgala des TSC im Juni etabliert.
Garde- und Schautanzsport wird überwiegend von Kindern- und Jugendlichen ausgeübt.
Um diese direkt ansprechen zu können, hat sich seit 1998 der Kinderfasching
am Rosenmontag etabliert und seit dem Jahr 2000 bieten wir auch eine Damensitzung
am Rosenmontag-Abend an. Die Damen der Umgebung sind hiervon derart begeistert,
das die dritte Veranstaltung dieser Art im Jahre 2002 bereits drei Monate vorher
nahezu ausverkauft ist - ohne ein Plakat o.ä. aufzuhängen! Die beste Werbung
ist und bleibt die positive Mund-zu-Mund Propaganda.
Dazu kam dann im Jahre 2004 eine weitere Karnevalssitzung, nämlich die
"Regenbogensitzung". Ein weiteres Highligth in Eckenheim. Hier feiern
die Schwulen und Lesben Karneval mit dem TSC Schwarz-Gold Frankfurt und seinen
Partnern Cleo GmbH und Tits-Theater unter der Leitung von Bäppi la Belle.
Im Jahre 2005 wurde diese Sitzung vom Hessischen Rundfunk HR3 bereits übertragen.
Es waren insgesamt drei Sitzungen anberaumt und alle ausverakuft. Die Resonanz
hierauf war so groß, das ohne Plakat oder weitere Werbung bereits drei
Sitzungen für 2006 und 2007 ausverkauft sind.
Auch wenn nicht alle Meister-Titel in jedem Jahr geholt werden können - die
Tigers sind eine feste Größe im DVG und im lokalen Vereinsleben. Das dies auch
so bleibt, dafür sorgen alle mit vereinten Kräften.
Das Jahr 2007 stellte für den Verein eine besondere Herausforderung dar. Es wurde die Europameisterschaft ausgerichtet. Es war ein enormer Kraftakt, der nur durch das gemeinsame Engagement aller Vereinsmitlgieder so erfolgreich in der Eisporthalle in Frankfurt am Main mit einem Besuchervolumen von ca. 4.000 pro Tag, ohne die aktiven Tänzer, durchgeführt wurde. Eine große Hilfe war uns hier das Sportamt der Stadt Frankfurt, welches uns jegliche nur mögliche Unterstützung zukommen ließ. Es wurde ein bemerkenswertes Event und der Verein hat hier auch ein Zeichen gesetzt, was von nachfolgenden Vereinen als Ausrichter erstmal geleistet werden muß. Besucher und auch Teilnehmer haben sich über die Organisation der Veranstalter lobend geäußert. Wir sind darauf sehr stolz.
Die Geschichte wird weiter geschrieben und wir werden uns auch mit weiteren Veranstaltungen wieder zu Wort melden, so schon 2008 mit der Ausrichtung der Hessenmeisterschaften.